Wanderung im Rahmen der Veranstaltungen zum Hermann Daur Jahr

Am So. 04.05. wanderten 18 Teilnehmer im Rahmen der Veranstaltungen zum 100. Todestag von Hermann Daur von Haltingen nach Kandern. Entgegen aller Wetterprognosen blieb es bis zur Rückkehr nach Haltingen trocken, insgesamt ideales Wanderwetter. Monika Merstetter, Stadtführerin, gab uns in Haltingen einen kurzen Überblick über das Leben von Hermann Daur. Es ist schon beeindruckend, welche Entfernungen Ende des 18. Jh. / Anfang des 19. Jh. absolviert wurden. So war er mehrere Jahre immer wieder in Duhnen bei Cuxhaven, wo er seine spätere Ehefrau kennenlernte. Nach dieser Einführung starteten wir nach Ötlingen, vorbei am Hermann Daur Brunnen, zur Dorfstube. Hier wartete Frau Korrom schon auf uns, um uns mit einer Führung die Hermann Daur Ausstellung nahe zu bringen. Wer noch nicht dort war, die Ausstellung ist sehenswert. Dann machten wir uns auf den Weg  Richtung Kandern. Am Ortsausgang von Ötlingen, am Friedhof wurde noch das Grab des Künstlers besucht. Weiter ging es Richtung Burg Rötteln einen schmalen Pfad hoch zur Hohen Straße. Am Wittlinger Parkplatz legten wir eine erste Rast ein. Da die Führungen Zeit gekostet hatten, wurde die Route etwas geändert, damit die restlichen Programmpunkte auch noch durchgeführt werden konnten. Statt über das Hexenbrünnle, wanderten wir Richtung Egerten und von dort über den Tongrubenweg nach Kandern. Am Tongrubenweg gab/gibt es zwei Abbaugebiete für weißen und roten Ton, der von der Tonwarenfabrik abgebaut wurde. Seit der Schließung der Tonwarenfabrik erfolgt kein Abbau mehr. Nach der Ankunft in Kandern wurde dem Heimat- und Keramikmuseum ein Besuch abgestattet. Hermann Daur war nicht nur Kunstmaler und Zeichner, von 1914 bis kurz vor seinem Tod trug er für den Heimatverein Kandern eine der ältesten Sammlungen Südbadens zusammen. Teile dieser Sammlung und vor allem zahlreiche Korrespondenz, die Hermann Daurs Passion verdeutlichen, haben das vergangene Jahrhundert überstanden und können im Museum begutachtet werden. Dies war aber noch nicht das Ende, sondern Michael Kammüller führte uns noch durch die Hallen der ehemaligen Tonwarenfabrik. Vor der Tour wurden wir noch mit Gugelhupf und Müller-Thurgau von Walter und Johanna Dreher verwöhnt. Ein herzliches Dankeschön an Michael Kammüller und das Ehepaar Dreher für diese gelungene Stärkung. Michael Kammüller führte uns anschließend  durch die ehemalige Werkhalle und erläuterte die Herstellung der Schamottsteine. Da wir mit dem dem Chanderli zurückfahren wollten, mussten wir die Führung leider abbrechen. Diese recht abwechslungsreiche Wanderung wurde im Barwagen des Chanderli mit Schorle oder im Abteil mit regen Gesprächen abgeschlossen.

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