Ausflug nach Solothurn und Olten

Am Sonntag dem 12.04. ging es mit einem Bus zunächst nach Solothurn und dann weiter nach Olten. Ulrich Siemann hatte die Tour wie immer vorbildlich geplant. Die Teilnehmer vom Heimat- und Geschichtsverein und vom Schwarzwaldverein erlebten einen informativen und abwechslungsreichen Tag. Für die Stadtführung in Solothurn, wäre zwar trockenes Wetter angenehmer gewesen, aber die Teilnehmer waren überwiegend gut beschirmt. Uli führte durch die Altstadt von Solothurn und erklärte hierbei die geschichtliche Entwicklung der Stadt.

Solothurn, als römisches Salodurum um 20 n. Chr. gegründet, entwickelte sich über eine freie Reichsstadt (1218) zu einem bedeutenden Stadtstaat. 1481 trat die Stadt der Eidgenossenschaft bei. Besonders im 16. bis 18. Jahrhundert prägte die Präsenz französischer Botschafter das Stadtbild barock. Die Stadt ist bekannt als „St. Ursenstadt“ und für ihre barocke Architektur.
Hier sind die wichtigsten Epochen der Solothurner Geschichte:
  • Römische Zeit (ca. 15–25 n. Chr.): Entstehung als Straßenposten und Brückenkopf (Salodurum) an der Aare.
  • Mittelalter: Nach dem Aussterben der Zähringer 1218 wurde Solothurn freie Reichsstadt. Im 14. und 15. Jahrhundert erwarb die Stadt ein beträchtliches Untertanengebiet.
  • Eidgenossenschaft (1481): Beitritt zum Bund der Eidgenossen.
  • Botschafterstadt (16.–18. Jh.): Durch das Bündnis mit Frankreich wurde Solothurn zum Sitz der französischen Botschafter in der Schweiz, was zu einer kulturellen und baulichen Blütezeit (Barock) führte. Solothurn wird zuweilen auch als «schönste Barockstadt der Schweiz» bezeichnet.
  • Neuzeit: Die Stadt entwickelte sich zum heutigen Hauptort des Kantons Solothurn und ist bekannt für ihre gut erhaltene Altstadt und die St. Ursen-Kathedrale.

Das älteste Bauwerk der Stadt wurde anfangs des 13. Jahrhunderts erbaut. Der Glockenschläger in der Helmlaterne schlägt mit einem grossen Hammer auf die Glocke. Unter dem Schirmdächlein zeigen drei Symbole (Ritter, König und Gerippe) jede Stunde den Sinn des Lebens. Das grosse astronomische Uhrwerk (1545) von Lorenz Liechti und Joachim Habrecht kündet Tag, Monat und Jahreslauf an.

Nach der Besichtigung der St. Ursenkathedrale, welche die Kathedrale des römisch-katholischen Bistums Basel in der Stadt Solothurn, Schweiz ist, ging es nach Olten. Hier standen nach einer Stärkung der Besuch des Hauses der Museen an. Hier wurden in zwei Gruppen die beiden Museen Naturhistorisches Museum und Archäologisches Museum mit jeweiligen Führungen besucht. Ein gelungener Ausflug mit vielen neuen Eindrücken ging zu Ende. 

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